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Kroatien

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Brasilien


Kroatien vs. Brasilien
Der frühere Bundesliga-Stürmer Mladen Petric sieht sein Heimatland Kroatien nicht mehr so stark wie vor vier Jahren bei der WM in Russland. "Ich glaube, dass das Team 2018 noch ein wenig stärker war. Es stehen gute Angreifer im Kader, aber es fehlt ein Stoßstürmer von internationalem Format, so wie es Mario Mandzukic war. Und auch wenn Modric weiter absolute Weltklasse ist: Er ist nun mal auch schon 37, das lässt sich nicht komplett kaschieren", sagte Petric der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). Kroatien tritt am Freitag (16.00 Uhr) im Viertelfinale von Katar gegen Rekordweltmeister Brasilien an.Bei Modric verwies Petric, der selbst 44 Länderspiele bestritt, auf dessen Alter von 37 Jahren und die Auswechslung im Achtelfinale gegen Japan, die es früher nicht gegeben habe. "Die Mannschaft ist leicht über ihrem Zenit. Aber es ist ihr trotzdem vieles zuzutrauen", sagte Petric, der in der Bundesliga für Borussia Dortmund und den Hamburger SV spielte. Vom früheren Weltfußballer Modric an sich ist Petric restlos begeistert. "Jedes Wort, das seine Verdienste beschreibt, wäre immer noch eins zu wenig. Als Fußballer steht er für sich - und damit auch über allen Spielern, die Kroatien bislang hervorgebracht hat", sagte Petric. Kroatien gilt im Viertelfinale von Al-Rajjan als klarer Außenseiter.

Niederlande vs. Argentinien
Viertelfinale: Niederlande - Argentinien (20.00 Uhr) Lusail (Lusail Stadion) Niederlande: Louis van Gaal ist auf Revanche aus. Das Aus im WM-Halbfinale 2014 versteht er bis heute nicht. Im Elfmeterschießen setzte sich Argentinien damals durch, obwohl die Elftal zuvor nach Ansicht des Trainers viel besser war. Nach durchwachsenem Start hat van Gaal seine Stammformation in Katar gefunden. Enorm wichtig ist in der Offensive die Präsenz von Memphis Depay, im Tor glänzt bisher Andries Noppert und vor der weitgehend sicheren Dreierkette kurbelt Frenkie de Jong das Spiel an. Argentinien: Die gute Nachricht für Trainer Lionel Scaloni: Ángel di María ist wieder einsatzbereit. Dafür gibt es Sorgen um den wichtigen Mittelfeldmann Rodrigo de Paul. Wer auch immer spielen wird: Argentinien wird wieder maßgeblich von Kapitän Lionel Messi abhängig sein. 2006 und 2010 schied er beispielsweise im Viertelfinale aus. Für seinen finalen WM-Traum braucht der bisher bestens aufgelegte 35-Jährige einen weiteren Glanztag. Niederlande: 23 Noppert - 2 Timber, 4 van Dijk, 5 Aké - 22 Dumfries, 21 de Jong, 15 de Roon, 17 Blind - 14 Klaassen - 10 Depay, 8 Gakpo Argentinien: 23 Damián Martínez - 4 Montiel, 13 Romero, 19 Otamendi, 8 Acuña - 24 Fernández - 7 De Paul, 20 Mac Allister - 10 Messi, 9 Álvarez, 11 di María Schiedsrichter: Antonio Mateu (Spanien)

Niederlande vs. Argentinien
Einer muss gehen. Im historisch aufgeladenen Viertelfinal-Kracher zwischen den Niederlanden und Argentinien geht es am Freitagabend auch darum, wessen WM-Ära nach dem Spiel zu Ende sein wird: die des Kult-Trainers Louis van Gaal oder die des großen Lionel Messi.Van Gaal hat bereits mehrfach erklärt, nur noch aus Dankbarkeit gegenüber dem niederländischen Verband in Katar dabei zu sein. Und auch der argentinische Superstar sagte unmissverständlich: "Es wird keine weitere Weltmeisterschaft mit Lionel Messi geben. Jetzt oder nie!" Noch ist Messi aber auf einer Mission. Und bislang ist seine fünfte WM wohl auch seine Beste. Messi ist in Spiellaune wie selten bei einer Weltmeisterschaft, gegen Australien schoss er seinen ersten K.o.-Runden-Treffer, jetzt ist er auf Rekordjagd. "Der neue Messi", schwärmt die argentinische Zeitung "Pagina12" bereits. Van Gaal ist das komplett egal. "Wir haben eine Rechnung zu begleichen", betont der Coach, der auch bei dieser WM in Katar alles von seinem fußballerisch-taktischen wie menschlich-unterhaltsamen Repertoire aufbietet und mit seinen 71 Jahren als ältester Coach zum WM-Star am Spielfeldrand und darüber hinaus geworden ist. Die Rechnung liegt knapp achteinhalb Jahre zurück. Beim fünften WM-Duell der beiden Nationen setzt sich Argentinien 2014 im Halbfinale durch, scheitert dann aber im Finale von Rio an Deutschland. 1978 hatte Argentinien das Finale im eigenen Land gegen die Niederländer nach Verlängerung gewonnen. Ansonsten gab es zwei Siege von Oranje gegen die Himmelblau-Weißen aus Südamerika und ein Remis: Eine Nullnummer 2006 - es war Messis erster WM-Einsatz von Beginn an, 17 Jahre war er damals alt. An diesem Freitag im Lusail-Stadion (20.00 Uhr MEZ/ARD und MagentaTV) wird er mit 35 Jahren sein 24. WM-Spiel bestreiten und in der Rekordliste mit Miroslav Klose gleichziehen. Kommt Argentinien weiter, stehen noch zwei weitere WM-Spiele an, mit 26 Partien würde Messi auch noch an Rekordhalter Lothar Matthäus vorbeiziehen. Er weiß aber auch, welche Aufgabe nun auf ihn und seine Teamkollegen wartet, selbst wenn van Gaals Zeit beim FC Barcelona vor der von Messi lag. "Eine großartige Mannschaft, mit großartigen Spielern und einem großartigen Trainer", lobte der siebenmalige Weltfußballer die Niederländer: "Es wird sehr schwer." Auch weil van Gaal schon einen ziemlich genauen Plan hat. "Natürlich ist Messi ihr gefährlichster und kreativster Spieler. Auf der anderen Seite beteiligt er sich nicht viel am Spiel, wenn der Gegner in Ballbesitz ist", sagt der Bondscoach. Darin liege eine Chance. "Alle reden über Messi. Aber das ist nicht Niederlande gegen Messi, sondern Niederlande gegen Argentinien", sagt Abwehrchef Virgil van Dijk. Gleichwohl spielen die Niederländer auch gegen eine der größten und lautesten Fanscharen bei dieser WM. Auch das Finalstadion dürfte am Freitag wieder fest in der Hand der sangesfreudigen Hinchas sein, die auch maßgeblich zu Messis Wohlbefinden beitragen. "Ganz Argentinien wäre am liebsten hier", sagt er. Aus den Niederlanden sind nicht wirklich viele Fans angereist. Und die, die da sind, verbreiten für Niederländer eher untypisch keine große Stimmung. Die Holländer bestachen bei der WM bisher auch noch nicht durch besonders glänzenden Fußball. Sie setzten sich in ihrer Gruppe nach Siegen gegen Senegal, Katar und einem Remis gegen Ecuador als Erster durch. Im Achtelfinale schlugen sie die USA. Ihr Torwart Andries Noppert vom SC Heerenveen gab bei dieser WM überhaupt erst sein Länderspiel-Debüt für Oranje - nach nur 32 Erstliga-Einsätzen und keinem einzigen Europacup-Spiel in seiner Vita. Mit 2,03 Metern ist der 28-Jährige der größte Spieler des Turniers. Vor allem aber ist sein Karriereweg das exakte Gegenteil von Messis. Noch in den Jahren 2019 und 2020 gaben ihm die Zweitliga-Clubs Foggia Calcio und FC Dordrecht keinen neuen Vertrag. Noppert hatte sich schwer am Knie verletzt. Seine Eltern rieten ihm, sich bei der Polizei zu bewerben. Zum Vergleich: Nach Recherchen der spanischen Zeitung "El Mundo" verdiente Messi beim FC Barcelona allein zwischen 2017 und 2021 rund 555 Millionen Euro brutto. Wer es nach so vielen Rückschlägen doch noch so weit gebracht hat wie Noppert - den macht auch ein Duell mit Lionel Messi nicht mehr nervös. "Er ist das gleiche wie wir. Er ist ein Mensch!" , sagte der Torwart cool.

Niederlande vs. Argentinien
Beim Duell des jüngsten Trainers der WM mit dem ältesten gibt es auch ein Wiedersehen aus längst vergangenen Tagen. "Ich war bei Deportiva La Coruña, als er Trainer bei Barcelona war", erinnert sich Lionel Scaloni vor dem Viertelfinale der Fußball-Weltmeisterschaft gegen die Niederlande mit Coach Louis van Gaal. "Stellen Sie sich mal vor, wie lange des schon her ist."Der 71-jährige van Gaal trainierte den FC Barcelona zweimal, zunächst von Juli 1997 bis Mai 2000, dann noch mal von Juli 2002 bis Januar 2003. Scaloni, 44 Jahre alt, war im Sommer 1997 von Estudiantes in Argentinien zu La Coruña gewechselt und verließ den Club erst 2006 wieder. Van Gaal sei schon damals ein großartiger Trainer gewesen, sagte Scaloni. "Er hat viel für den Fußball getan", meinte der Argentinier, der zunächst interimsweise nach dem Achtelfinal-Aus bei der WM 2018 die Südamerikaner übernommen hatte und dann fest angestellt wurde. Er sei stolz, nun mit Argentinien gegen van Gaal zu spielen, sagte Scaloni: "Das sind die Freuden, die einem der Fußball bereitet." Zum Duell zwischen Argentinien und den Niederlanden kommt es an diesem Freitag im Lusail-Stadion (20.00 Uhr) bereits zum sechsten Mal bei einer Weltmeisterschaft, zum fünften Mal dabei in einer K.o.-Phase. 1978 hatte Argentinien im eigenen Land im Finale mit 3:1 nach Verlängerung den ersten von bisher zwei WM-Titeln geholt. Das letzte Mal trafen sie 2014 in Brasilien im Halbfinale aufeinander. Argentinien setzte sich damals im Elfmeterschießen durch, verlor das Endspiel aber gegen Deutschland. Die aktuelle niederländische Mannschaft würde wahrscheinlich nicht so brillieren wie frühere Teams. Sie haben starke, aber auch schwache Seiten. "Das Wichtigste ist, dass es ein schönes Spiel wird von zwei historischen Mannschaften. Und wir hoffen, dass wir weiterkommen", sagte Scaloni.

Niederlande vs. Argentinien
Bei Argentinien gegen die Niederlande werden Erinnerungen an große Fußball-Spiele wach. Bei der WM in Katar ist es nun wieder so weit, im Viertelfinale am Freitag (20.00 Uhr MEZ) im Lusail-Stadion. Fünf Weltmeisterschafts-Begegnungen zwischen der "Albiceleste" und "Oranje" gab es schon, nur eine davon in der Gruppenphase. Die WM-Partien zwischen Argentinien und den Niederlanden: Weltmeisterschaft 1974 in Deutschland, 26. Juni, Parkstadion Gelsenkirchen: Argentinien kassiert eine böse Abfuhr. In der zweiten Runde gewinnt die niederländische Mannschaft mit Spielern wie Johan Cruyff, Johan Neeskens oder Arie Haan und Trainer Rinus Michels gegen die Südamerikaner mit 4:0. Zwei Treffer erzielt Cruyff. Die Niederlande verlieren erst im Finale gegen Gastgeber Deutschland, Argentinien scheidet in der zweiten Runde aus. Weltmeisterschaft 1978 in Argentinien, 25. Juni, Stadion El Monumental, Buenos Aires: Argentinien besiegt die Niederlande im Finale mit 3:1 nach Verlängerung und feiert bei der politisch hochumstrittenen Heim-WM den ersten WM-Titel. Nach 90 Minuten steht es 1:1. Superstar Mario Kempes, der einzige Europa-Legionär im Kader und später noch in Österreich (Vienna, St. Pölten, Krems) tätig, erzielt zwei Tore für das Team der argentinischen Trainer-Ikone César Luis Menotti. Weltmeisterschaft 1998 in Frankreich, 4. Juli, Stade Vélodrome, Marseille: Die Niederlande mit Spielern wie Patrick Kluivert oder Dennis Bergkamp gewinnen im Viertelfinale mit 2:1. Die Entscheidung fällt spät: In der 87. Minute sieht Argentiniens Ariel Ortega die Rote Karte, in der 90. Minute zeigt Bergkamp sein Können. Nach einem langen Pass in den Strafraum der Argentinier pflückt der Stürmer den Ball aus der Luft, düpiert seinen Gegenspieler und schlenzt mit den Außenrist ins lange Eck. Das Halbfinale verlieren die Niederländer im Elfmeterschießen gegen Brasilien. Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland, 21. Juni, Arena Frankfurt: Ein 0:0 im Gruppenfinale, beide Teams stehen schon als Achtelfinalisten fest. Kein großes Spektakel, aber der erste WM-Startelfeinsatz von Lionel Messi. Die Niederländer scheiden später im Achtelfinale gegen Portugal aus, Argentinien besiegt Mexiko in der ersten K.o.-Runde nach Verlängerung, scheitert aber im Viertelfinale im Elfmeterschießen an Deutschland. Die Partie gegen die Niederlande wird Messis einziges Spiel bei der WM 2006 von Beginn an bleiben. Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien, 9. Juli, Neo Química Arena, São Paulo: Es geht um den Einzug ins WM-Finale von Rio. Es wird kein Spektakel, aber spannend. Wieder steht es 0:0 nach 90 Minuten. Diesmal muss aber ein Sieger her. Die Verlängerung bleibt torlos. Im Elfmeterschießen setzt sich Argentinien durch und Messi steht zum ersten Mal mit der Albiceleste im Endspiel. Es geht mit 0:1 gegen Deutschland in der Verlängerung verloren.

Niederlande vs. Argentinien
Vor dem Fußball-WM-Viertelfinale gegen Argentinien sieht der niederländische Teamchef Louis van Gaal in den Schwächen von Superstar Lionel Messi eine Chance. "Natürlich ist Messi ihr gefährlichster und kreativster Spieler", sagte Van Gaal dem TV-Sender NOS am Dienstag. "Auf der anderen Seite beteiligt er sich nicht viel am Spiel, wenn der Gegner in Ballbesitz ist. Darin liegt unsere Chance." Die Elftal trifft am Freitag (20.00 Uhr) in Lusail auf die Südamerikaner.Einen Großteil der Aufmerksamkeit nahm in der niederländischen Berichterstattung vorerst das Aufeinandertreffen mit Messi ein. Rechtsverteidiger Denzel Dumfries misst dem Wirbel nicht zu viel Bedeutung bei. "Das Spiel wird nicht von einem Spieler gewonnen", winkte der 26-Jährige von Inter Mailand ab. Nathan Aké sagte auf das bevorstehende Duell mit Argentiniens Superstar angesprochen, es sei "eine nette Aufgabe, ihn zu stoppen". Wenig anfangen konnte der Innenverteidiger von Manchester City auf die Frage, ob er sich bei seinem Clubtrainer Pep Guardiola über Messi erkundigt habe. "Ich habe keinen Kontakt zu Guardiola gehabt. Aber ich bin mir sicher, dass er mir sagen würde, dass es ziemlich schwer wird", meinte Aké knapp. Eines ist jedenfalls sicher: Van Gaal hat Messi schon einmal aus dem Spiel genommen. Im Halbfinale der WM 2014 waren beide Teams zuletzt aufeinandergetroffen, damals gewannen Messis Argentinier gegen Van Gaals Niederländer im Elfmeterschießen. Nach 90 bzw. 120 Minuten war es 0:0 gestanden. Messi traf in der Elferentscheidung (4:2) als erster Schütze der Argentinier, war davor aber offensiv kaum in Erscheinung getreten. Im Kollektiv gelang es "Oranje", den Spielgestalter auch mit Manndeckung nicht oft zur Wirkung kommen zu lassen. Seine Kreise störte auch Daley Blind, der in Katar als einziger der damaligen Elftal noch mit dabei ist. Virgil van Dijk gelang es mit Liverpool ebenfalls schon einmal, Messi alt aussehen zu lassen. 2019 war für den FC Barcelona im Champions-League-Semifinale an der Anfield Road nach einem 0:4 Endstation. In seinen Erinnerungen an damals ging Van Dijk mit Van Gaals Annahme konform, warnte aber zugleich. "Das schwierige an ihm ist, dass er, wenn wir attackierten, irgendwo entspannt herumstand. Dann musst du aber sehr aufpassen, weil immer nach ihm gesucht wird, wenn Gegenstöße kommen", merkte Van Dijk an. Bei Argentinien gegen die Niederlande werden Erinnerungen an große Duelle wach. Fünf Weltmeisterschafts-Begegnungen zwischen den Himmelblau-Weißen und Oranje gab es schon, nur eine davon in der Gruppenphase: 2006 lief der damals vor seinem 19. Geburtstag stehende Messi beim 0:0 erstmals bei einer WM in der Startelf für Argentinien ein. Beim Turnier in Deutschland spielte der Jungstar noch keine große Rolle.

Niederlande vs. Argentinien
Der niederländische Kapitän Virgil van Dijk will sich vor dem WM-Viertelfinale gegen Argentinien nicht zu sehr mit dem Gegner und der großen Vergangenheit beider Teams beschäftigen. "Es ist ein Viertelfinale. Das ist das Besondere", sagte der Abwehrchef des FC Liverpool am Mittwoch bei einer Pressekonferenz auf dem niederländischen Trainingsgelände bei dieser Fußball-Weltmeisterschaft. "Da ist Hunger, da sind Träume. Wir wissen: Wir sind im Viertelfinale und damit nur noch drei Spiele von etwas ganz Großem entfernt. Das ist unsere Chance."Dass die Niederländer gegen Argentinien bereits das WM-Endspiel 1978 und das WM-Halbfinale 2014 verloren und dass der Gegner am Freitagabend (20.00 Uhr) mit Lionel Messi antritt - all das spielt für van Dijk keine Rolle. "Wir spielen gegen Argentinien. Alle reden über Messi. Aber das ist nicht Niederlande gegen Messi, sondern Niederlande gegen Argentinien", sagte der 31-Jährige.

Niederlande vs. Argentinien
Argentinien bangt vor dem Viertelfinale bei der Fußball-Weltmeisterschaft um den Einsatz von Leistungsträger Rodrigo de Paul. Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler von Atlético Madrid trainierte argentinischen Medienberichten zufolge am Mittwoch bei den nicht öffentlichen Einheiten nicht mit seinen Teamkollegen. Der Profi gab allerdings selbst am Abend noch Entwarnung: "Alles ist gut", schrieb de Paul bei Instagram. Das Team arbeite weiter und bereite sich auf das Spiel vor.De Paul, der unter Trainer Lionel Scaloni zu den absolut gesetzten Akteuren im zentralen Mittelfeld zählt, soll den Berichten zufolge muskuläre Probleme gehabt haben. "Alarm", schrieben unter anderem "La Nacion", "Olé" und der Sender TyCSports vor der Partie um den Einzug in das Halbfinale an diesem Freitag (20.00 Uhr MEZ) gegen die Niederlande.

Kroatien vs. Brasilien
Brasiliens Nationaltrainer Tite hält Fußball-Superstar Neymar mit Blick auf den angepeilten Gewinn des sechsten WM-Titels für unverzichtbar. "Er ist der technische Anführer dieser Mannschaft", lobte der 61-Jährige den Angreifer nach dessen Comeback beim Turnier in Katar. "Jeder Spieler hat eine herausragende Eigenschaft, er ist das Zentrum, der die anderen noch besser macht." Das soll der 30-Jährige auch im Viertelfinale am Freitag (16.00 Uhr) gegen Kroatien zeigen.Neymar war nach mehrtägiger Verletzungspause im Achtelfinale gegen Südkorea (4:1) in die Startelf der Seleção zurückgekehrt. In der 13. Minute hatte er einen Foulelfmeter verwandelt. "Ohne Zweifel, er macht den Unterschied", meinte auch Co-Trainer César Sampaio. "Er schafft es, die Stärken unserer Stürmer noch besser zu machen. Ich habe schon gesagt, dass wir uns sehr auf seine Rückkehr freuen." Auch gegen Kroatien wird Neymar darum in der Startelf stehen.

Kroatien vs. Brasilien
Der frühere Bundesliga-Stürmer Mladen Petric sieht sein Heimatland Kroatien nicht mehr so stark wie vor vier Jahren bei der WM in Russland. "Ich glaube, dass das Team 2018 noch ein wenig stärker war. Es stehen gute Angreifer im Kader, aber es fehlt ein Stoßstürmer von internationalem Format, so wie es Mario Mandzukic war. Und auch wenn Modric weiter absolute Weltklasse ist: Er ist nun mal auch schon 37, das lässt sich nicht komplett kaschieren", sagte Petric der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). Kroatien tritt am Freitag (16.00 Uhr) im Viertelfinale von Katar gegen Rekordweltmeister Brasilien an. Bei Modric verwies Petric, der selbst 44 Länderspiele bestritt, auf dessen Alter von 37 Jahren und die Auswechslung im Achtelfinale gegen Japan, die es früher nicht gegeben habe. "Die Mannschaft ist leicht über ihrem Zenit. Aber es ist ihr trotzdem vieles zuzutrauen", sagte Petric, der in der Bundesliga für Borussia Dortmund und den Hamburger SV spielte. Vom früheren Weltfußballer Modric an sich ist Petric restlos begeistert. "Jedes Wort, das seine Verdienste beschreibt, wäre immer noch eins zu wenig. Als Fußballer steht er für sich - und damit auch über allen Spielern, die Kroatien bislang hervorgebracht hat", sagte Petric. Kroatien gilt im Viertelfinale von Al-Rajjan als klarer Außenseiter.

Kroatien vs. Brasilien

Fünf Dinge, auf die wir bei Kroatien - Brasilien achten

Alte Bekannte, neue Gesichter, Torjäger in Form: Diese Dinge behalten wir im Viertelfinale zwischen Kroatien und Brasilien im Auge.
    • Viertelfinale: Vize-Weltmeister trifft auf Rekord-Weltmeister
    • Kroatien hofft auf den großen Wurf, bevor der Generationswechsel ansteht
    • Brasiliens Offensive dreht sich um Richarlison und Vinícius Jr.
    Generationswechsel bei Kroatien? Der Kern der Mannschaft besteht nach wie vor aus den Spielern, die 2018 in Russland das Turnier aufmischten und das Finale erreichten. Aber Youngster wie Joško Gvardiol glänzen bei dieser WM bislang für ihr Land und Torhüter Dominik Likakovic erregte mit seinem drei Elfmeterparaden im Achtelfinale gegen Japan Aufsehen. Neymar ist zurück... aber Richarlison ist der Star der Offensive Nach der Verletzung im ersten Gruppenspiel verpasste Neymar die nächsten beiden Partien für Brasilien und stand erst im Achtelfinale gegen die Republik Korea wieder auf dem Platz. Dabei bereitete er die frühe Führung vor und baute selbst per Elfmeter aus – aber Teamkollege Richarlison, der schon mit seinem Doppelpack gegen Serbien glänzte, erzielte sein drittes Tor dieses Turniers und ist mit im Rennen um die Torjägerkrone. Erfolgspartner Casemiro und Modrić im Mittelfeld-Duell Über Jahre stellten Brasiliens Casemiro und Kroatiens Luka Modrić das Herzstück des Mittelfelds von Real Madrid dar und gewannen zusammen zahlreiche Titel mit den Königlichen – darunter viermal die Champions League. Die beiden kennen sich also in- und auswendig. Beim einzigen bisherigen Aufeinandertreffen der beiden mit ihren Nationalteams setzte sich in einem Freundschaftsspiel im Juni 2018 Brasilien mit 2:0 durch. Hat Juranović seine Hausaufgaben gemacht? Richarlison ist nicht der einzige Brasilianer, der bislang toll in Form ist: Ein Blick auf die Statistik zeigt, dass Brasilien die meisten Angriffe über links spielt – die Seite von Vinícius Jr. Darauf muss sich Kroatien einstellen, allen voran Rechtsverteidiger Josip Juranović, dem es somit bestimmt nicht langweilig wird. Vielleicht hilft es ihm ja, dass er zuletzt zweimal mit seinem Klub Celtic gegen Vinícius und Real Madrid ran musste. Nur fünf Spieler haben bei den letzten drei WM-Endrunden getroffen... ... und zwei davon werden sich in dieser Viertelfinalpartie gegenüberstehen: Brasiliens Neymar und Kroatiens Ivan Perišić. Neymar verwandelte im Achtelfinale gegen die Republik Korea einen Elfmeter, während Perisic den entscheidenden Treffer zum Ausgleich gegen Japan erzielte.
  • Niederlande vs. Argentinien

    Vier interessante Fakten

    Im Viertelfinale der Weltmeisterschaft kommt es zu einem Klassiker: Das Duell Oranje gegen Albiceleste gab es in der WM-Geschichte bereits fünf Mal.
    • Die Niederlande ist unter Louis van Gaal nach 19 Spielen weiterhin ungeschlagen
    • Argentinien hat sich von einem frühen Rückschlag blendend erholt
    • Lionel Messi spielte bereits bei zwei Weltmeisterschaften gegen die Niederlande
    Das Duell zwischen der Niederlande und Argentinien ist ein WM-Klassiker. Bereits fünf Mal gab es diese Begegnung auf der größten Bühne, am Freitag gibt es diesen Leckerbissen erneut. Wir haben die interessanten Fakten zum Spiel zusammengefasst. Bisherige Duelle Das erste Mal standen sich die beiden Teams bei der WM 1974 gegenüber, damals siegte die Niederlande in der Gruppe durch einen Doppelpack von Johan Cruyff mit 4:0. Vier Jahre später trafen die beiden im WM-Finale aufeinander. Nach Verlängerung entschied die Albiceleste das Spiel mit 3:1 für sich und konnte damit die Weltmeisterschaft im eigenen Land gewinnen. 1998 zog die Oranje durch das legendäre Tor von Dennis Bergkamp in der 89. Minute ins Halbfinale ein. Bei der WM 2006 in Deutschland trennten sich die beiden in der Gruppenphase torlos. Acht Jahre später hatte die Albiceleste im bisher letzten Duell die Oberhand. Im Halbfinale setzten sich Messi und Co. erst im Elfmeterschießen durch. Memphis Depay und Lionel Messi im Fokus Der Stürmerstar der Oranje spielte gegen Katar und die USA von Beginn an, traf im Achtelfinale zum wichtigen 1:0. Depay war in den letzten 30 Länderspielen an 34 Toren beteiligt, für das Viertelfinale hoffen die Oranje-Fans auf seine gute Chancenverwertung. Auch bei Argentinien gibt es einen bestimmten Hoffnungsträger auf dem Weg zum WM-Pokal: Für Lionel Messi ist es vermutlich die letzte Weltmeisterschaft. Zweimal traf er auf die Niederlande, 2006 in der Gruppenphase gab es, sowie 2014 im Halbfinale, ein torloses Remis. Der mittlerweile 35-Jährige ist in einer guten Verfassung, schoss bisher gegen Saudiarabien, Mexiko und Australien seine drei Turniertore. Gegen die Niederlande traf er bisher nicht, aber kann trotzdem eine Bilanz von 38 Torbeteiligungen in 39 Länderspielen vorweisen. Beide Akteure werden ihre Chancen bekommen - nicht ganz unwichtig wird sein, wer von beiden mehr Effizienz auf den Platz bringt. Das Duell der Serientäter Seit seiner Rückkehr als Oranje-Trainer im September 2021 ist Louis van Gaal noch ungeschlagen, in 19 Spielen gab es 14 Siege. Auch Lionel Scaloni kam mit einer unglaublichen Zahl von 36 ungeschlagenen Spielen nach Katar, verlor aber überraschend mit der Albiceleste das Auftaktspiel gegen Saudiarabien mit 1:2. Seitdem gab es drei Siege in Folge für Argentinien. Wieder eine torlose Partie? Die letzten beiden Duelle endeten torlos, dennoch könnte sich das bei diesem Aufeinandertreffen aufgrund der offensiven Qualität beider Teams ändern. Sowohl die Niederlande als auch Argentinien achten bei der Weltmeisterschaft in erster Linie auf die defensive Stabilität. Die Niederlande lauert auf Konter, Argentinien spielt eher mit Ballbesitz. Ein frühes Tor könnte das Spielgeschehen ändern, Unterschiedsspieler haben beide Teams zu genüge. Die Oranje und die Albiceleste stehen vor ihrem bisher größten Härtetest bei der Endrunde und müssen zeigen, dass sie ihren hohem Ambitionen gerecht werden können.

  • 11/11

    Kroatien vs. Brasilien

    Education City Stadium

    Plätze: 40.000 Spielleiter dieser Partie: Michael Oliver (ENG) (Schiedsrichter) Stuart Burt (ENG) (Assistent) Gary Beswick (ENG) (Assistent) Mustapha Ghorbal (ALG) (Vierter Offizieller)


    11/11

    Niederlande vs. Argentinien

    Lusail Stadium

    Plätze: 80.000 Spielleiter dieser Partie: Antonio MATEU (ESP) (Schiedsrichter) Pau Cebrián Devis (ESP) (Assistent) Roberto Díaz Pérez Del Palomar (ESP) (Assistent) Victor GOMES (RSA) (Vierter Offizieller)